Wagner's Siegfried-Idyll

Wagner Siegfried Idyll (1/2); Solti

Aus dem Tagebuch von Cosima:

Wie ich aufwachte, vernahm mein Ohr einen Klang, immer voller schwoll er an, nicht mehr im Traum durfte ich mich wähnen, Musik erschallte, und welche Musik! Als sie verklungen, trat R. mit den fünf Kindern zu mir ein und überreichte mir die Partitur des „Symphonischen Geburtstagsgrußes“, in Tränen war ich, aber auch das ganze Haus. Auf der Treppe hatte R. sein Orchester gestellt und so unser Tribschen auf ewig geweiht! Die „Tribscher Idylle“ so heißt das Werk. (...) Nach dem Frühstück stellte das Orchester sich wieder ein, und in der unteren Wohnung ertönte nun die Idylle wieder, zu unserer aller Erschütterung; darauf Lohengrin’s Brautzug, das Septett von Beethoven, und zum Schluss noch einmal die nie genug Gehörte! Nun begriff ich R.’s heimliches Arbeiten, nun auch des guten Richter’s Trompete (er schmetterte das Siegfried-Thema prachtvoll und hatte eigens dazu Trompete gelernt).

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